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Königliche Städte

Die Königsstadt Ostrov

Lustschlösschen Letohrádek

Schon seit dem Spätmittelalter trägt die böhmische Stadt Schlackenwerth (Ostrov) das Privileg einer Königsstadt . Früher waren die Bürger einer solchen Stadt sozusagen Untertanen erster Klasse und jeder wollte gern in die privilegierte Bürgerschicht des Ortes aufgenommen werden. Weil Schlackenwerth am Handelsweg von Prag nach Eger lag, war es durch Zolleinnahmen auch zu ansehnlichem Reichtum gelangt. Und als es im Jahre 1434 an das Grafengeschlecht Schlick verpfändet wurde, erbauten diese hier ein Renaissanceschloss als Residenz. Die Schlicks waren durch die Gruben in Jáchymov zu großem Reichtum gelangt. Dadurch konnten sie in einen kostspieligen Baustil investieren. Die Grafen machten sich um den Bergbau in der ganzen Region verdient und auch in Ostrov wurde bis ins 17. Jahrhundert nach Erzen geschürft. 

Vom königlichen Glanz der alten Zeiten zeugen noch heute das umgebaute Barockschloss, das Lustschloss und der einmalige Schlosspark. Zu seiner Entstehungszeit wurde dieser zusammen mit dem alten Schlick-Schloss, ob der einmaligen Gestaltung, auch als achtes Weltwunder bezeichnet. Seit 2007 wird er rekonstruiert und erstrahlt allmählich wieder im alten Glanz. Im Park steht außerdem das barocke Lustschlösschen Letohrádek. Darin ist heute eine Außenstelle der Karlsbader Kunstgalerie untergebracht.