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Abraham von Schönberg

Abraham von Schönberg und eine wahre Bergbaukarriere

Berghauptmann Abraham von Schönberg(SLUB Dresden - Deutsche Fotothek)

Der Name von Schönberg ist im Erzgebirge kein unbekannter, die Familie besaß zum Beispiel Schloss Purschenstein und Schloss Pfaffroda. Doch die adlige Herkunft bedeutete nicht automatisch Reichtum. So wuchs zum Beispiel der spätere Oberberghauptmann, Förderer und Reformer der Montanwissenschaften, Abraham von Schönberg, nach seiner Geburt 1640 in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Besitz der Familie war nämlich im 30-jährigen Krieg geplündert und niedergebrannt worden. 

Trotzdem konnte er in Jena und Wittenberg studieren und erlernte danach, der Familientradition folgend, in Annaberg und Schneeberg den Bergmannsberuf. Mit 23 Jahren wurde Abraham von Schönberg schon zum Bergkommissionsrat  ernannt und organisierte die Wiederbelebung des Bergbaus nach dem Krieg. Er zeichnete mit dafür verantwortlich, dass die Grubenbesitzer verpflichtet wurden, Pläne ihrer Bergwerke, sogenannte Risse, anzufertigen und eine Kopie davon beim Oberbergamt zu hinterlegen. Noch heute sind das wichtige Quellen, wenn man irgendwo auf Schächte aus dem Altbergbau stößt.

Abraham von Schönberg durchlief verschiedene Ämter. 1668 wurde er Vizeberghauptmann in Freiberg, später Berghauptmann, Amtshauptmann, Oberberghauptmann und schließlich 1681 Kreishauptmann des Erzgebirgischen Kreises. Das ist eine Position, die heute etwa dem Präsidenten der Landesdirektion gleichkäme. Sein Dienstgebiet reichte dabei von Freiberg bis Zwickau. Als Vorläufer der Bergakademie Freiberg wird seine Idee von 1702 angesehen, eine Bergstipendienkasse für die fundierte Ausbildung bergmännischer Fachleute einzurichten. So ermöglichte er auch anderen Kindern aus armen Familien, beruflich etwas aus sich zu machen.